Nabelzentrum aktivieren: Bedeutung und Wirkung im Kundalini Yoga

Wie kann ich das Nabelzentrum aktivieren?

Wenn wir über Energiearbeit, Chakren und Kundalini Yoga sprechen, denken vielleicht viele Menschen zuerst an das Herzchakra, das dritte Auge oder das Kronenchakra. Doch auch das Nabelzentrum zu aktivieren spielt eine wichtige Rolle. In uns befindet sich ein Zentrum, das für unsere Lebenskraft, Präsenz und Ausstrahlung eine besondere Bedeutung hat: unser Nabelzentrum.

Im Kundalini Yoga arbeiten wir mit dem Nabel und dem 3. Chakra, dem Manipura Chakra, sehr intensiv. Es ist das Feuerzentrum, ebenso der Sitz deines Egos, deines Lebenswillens. Hier geht es um Kraft, Handlungsfähigkeit, Präsenz und die Fähigkeit, mit unserer eigenen Energie ganz in der Welt zu stehen.

Aus meiner Arbeit mit Kundalini Yoga und Energiearbeit kenne ich noch einen weiteren spannenden Zusammenhang: Je bewusster wir mit unserem Nabelzentrum verbunden sind, desto deutlicher kann sich das auch auf unsere Aura und unsere energetische Ausstrahlung auswirken.

Doch was bedeutet das eigentlich konkret ?

Was ist das Nabelzentrum im Kundalini Yoga ?

In der klassischen vereinfachten Chakrenlehre arbeiten wir häufig mit sieben Hauptchakren. Auch im Kundalini Yoga ist dieses System eine wichtige Grundlage, obwohl es aus energetischer bzw. feinstofflicher Perspektive wesentlich mehr Energiezentren gibt.

Das 3. Chakra – Manipura Chakra – liegt im Bereich des Bauches und Nabels und wird dem Element Feuer zugeordnet.

Feuer bedeutet Transformation.

Es bedeutet aber auch: Ich bin hier. Ich handle und ich habe Kraft.

Das macht den Nabel zu einem ausgesprochen körperlichen Energiezentrum. Während wir bei den höheren Chakren schnell in Bereiche von Intuition, Bewusstsein und Spiritualität gelangen, führt uns der Nabel zunächst unmittelbar zurück in den Körper, in die Realität.

Und genau das ist für mich ein wichtiger Teil von Energiearbeit: Spiritualität bedeutet nicht, den Körper zu verlassen. Im Gegenteil. Unsere Energie möchte sich auch durch unseren Körper ausdrücken.

Nabel, Kundalini und unsere Lebensenergie

Im Video zeige ich dir, wie du dein Nabelzentrum im Kundalini Yoga bewusst aktivieren und die Nabelkraft in deiner Praxis stärken kannst.

Im Kundalini Yoga wird die Kundalini als eine ursprüngliche, zunächst ruhende Energie beschrieben, die im unteren Bereich unseres energetischen Systems liegt.

Das Nabelzentrum befindet sich darüber und spielt in vielen Übungen eine wichtige Rolle, wenn wir beginnen, die Energie in Bewegung zu bringen.

Du kannst dir den Nabel deshalb wie ein energetisches Kraftzentrum vorstellen.

Nicht im Sinne eines Schalters, den wir einmal umlegen – und plötzlich sind wir „erleuchtet“. Vielmehr können wir durch Atem, Bewegung, Yoga und Bewusstheit wieder lernen, diesen Bereich überhaupt wahrzunehmen und zu spüren.

Viele Menschen leben sehr stark aus dem Kopf.

Wir denken, planen, analysieren und funktionieren.

Aber: Spürst du deine Energie auch?

Genau an diesem Punkt wird die Verbindung zwischen Kundalini Yoga und Energiearbeit interessant.

Ein aktiver Nabel beginnt mit deinem Atem

Eine der einfachsten Möglichkeiten, dein Nabelzentrum wieder bewusster wahrzunehmen, kostet nichts und du kannst sofort damit beginnen:

Atme in deinen Bauch.

Beobachte einmal ein kleines Kind beim Atmen. Der Bauch bewegt sich ganz selbstverständlich mit. Bei vielen Erwachsenen ist diese natürliche Bewegung wesentlich kleiner geworden und manchmal leider so gut wie gar nicht mehr vorhanden.

Stress, Anspannung, Körperhaltung und die Gewohnheit, permanent „funktionieren“ zu müssen, können dazu führen, dass unser Atem immer höher und flacher wird.

Im Kundalini Yoga arbeiten wir deshalb sehr bewusst mit Atemtechniken und mit Bewegungen des Bauch- und Nabelbereichs.

Du musst dafür nicht sofort eine komplizierte Kriya praktizieren, allerdings kann körperliche Bewegung den Prozess massiv beschleunigen.

Aber probiere es doch erstmal über deine Atmung: Setze dich für einige Minuten aufrecht hin. Lege deine Hand auf deinen Bauch und atme langsam und tief. Spüre, wie sich dein Bauch beim Einatmen bewegt und beim Ausatmen wieder zurückzieht.

Nicht erzwingen.

Nimm wahr. Atme und spür.

Das allein kann bereits ein erster Schritt sein, wieder bewusster mit diesem Zentrum in Kontakt zu kommen.

Was haben Nabelzentrum und die Aura miteinander zu tun?

Hier kommen wir zu einem Bereich, der mich in meiner Arbeit besonders interessiert: der Verbindung zwischen Körper, Energie und Aura und Umfeld.

Unter der Aura verstehe ich in der Energiearbeit das feinstoffliche Energiefeld eines Menschen.

Unsere Ausstrahlung ist dabei für mich nichts rein Äußerliches. Wir kennen vermutlich alle Menschen, die einen Raum betreten und sofort präsent sind – ohne besonders laut zu sein oder Aufmerksamkeit einzufordern.

Und wir kennen das Gegenteil: Tage, an denen wir uns klein, durchlässig oder energetisch kaum greifbar fühlen.

Aus energetischer Sicht kann das Nabelzentrum dabei eine grundlegend wichtige Rolle spielen.

Ein stabiler und bewusster Kontakt zum Nabel kann mit einem Gefühl von Präsenz, innerer Stabilität und einer kräftigeren Aura verbunden sein.

Das bedeutet nicht, dass du permanent stark sein musst.

Ganz im Gegenteil, Energie verändert sich permanent.

Und genau diese Veränderungen wahrnehmen zu lernen, ist für mich ein wesentlicher Bestandteil von Energiearbeit.

Nabel Power: Beobachte, was sich wirklich verändert

Wenn du eine Kundalini-Yoga-Übung oder eine Kriya praktizierst, die intensiv mit dem Nabel arbeitet, achte einmal nicht nur darauf, ob du die Übung „richtig“ gemacht hast.

Beobachte dich danach.

Wie stehst du dann im Raum?

Wie fühlt sich dein Körper an?

Wie ist deine Stimmung?

Spürst du mehr Freude?

Fühlst du dich klarer oder wacher?

Nimmst du deine Grenzen deutlicher wahr?

Hat sich deine Ausstrahlung verändert?

Das finde ich wesentlich spannender, als Energiearbeit nur theoretisch zu erklären.

Denn letztlich geht es darum, deine eigene Energie erfahren zu lernen und vielleicht auch bewusster damit zu arbeiten.

3. Chakra, Selbstvertrauen und die Kraft, in der Welt zu stehen

Das Manipura Chakra wird häufig mit Willenskraft, Selbstvertrauen und Durchsetzungsvermögen verbunden.

Ich würde noch einen Schritt weitergehen.

Es geht für mich um die Frage:

Wie sehr bist du wirklich da?

Nicht wie erfolgreich du bist, nicht wie laut du auftreten kannst und auch nicht darum, ob du dich gegen andere durchsetzt.

Sondern darum, wie selbstverständlich du deinen eigenen Raum einnimmst.

Ein kraftvolles Nabelzentrum muss nicht aggressiv sein. Im Gegenteil: Je bewusster Energie wird, desto weniger muss sie sich permanent beweisen, sie ist einfach da.

Das ist ein wichtiger Unterschied zwischen bloßer Willenskraft und bewusster Energie.

Vom Nabel zum Herzen: Energie braucht Bewusstsein

Kraft allein ist noch keine Bewusstheit.

Auch deshalb ist es im Kundalini Yoga so interessant, das Nabelzentrum nicht isoliert zu betrachten.

Die Energie des 3. Chakras kann sich mit den höheren Energiezentren verbinden – insbesondere mit dem Herzzentrum.

Dann geht es nicht mehr ausschließlich um:

Was will ich?

Sondern zunehmend auch um:

Aus welchem Bewusstsein heraus handle ich?

Für mich ist genau das die Brücke zwischen Kundalini Yoga, Energiearbeit und Bewusstseinsarbeit.

Wir wollen unsere Energie nicht unterdrücken.

Wir wollen sie aber auch nicht unbewusst ausagieren.

Wir lernen, sie wahrzunehmen, zu halten und bewusst auszurichten.

Frauen, das Nabelzentrum und die zyklische Energie

Gerade bei Frauen erlebe ich das Nabelzentrum noch einmal differenzierter.

Menstruation, Schwangerschaft und Geburt verändern unseren Körper – und aus meiner persönlichen Erfahrung und energetischen Arbeit heraus auch die Wahrnehmung und Stärke des Nabelzentrums.

Ich habe beispielsweise selbst erlebt, dass sich meine Energie während bestimmter Phasen meines Zyklus vollkommen anders anfühlt.

Weniger aufgerichtet, weniger konfrontativ und mehr nach innen gerichtet.

Mehr im Fluss.

Ich sehe das nicht automatisch als Schwäche.

Vielleicht liegt darin vielmehr eine andere Form von Intelligenz: nicht permanent dieselbe Energie produzieren zu müssen.

Im Video beschreibe ich ausführlicher, wie ich diesen Prozess energetisch wahrnehme und welche Erfahrungen ich während Schwangerschaft, Geburt und Rückbildung damit gemacht habe. Diese Aussagen verstehe ich ausdrücklich als Perspektive aus meiner persönlichen Erfahrung und meiner spirituell-energetischen Arbeit – nicht als medizinische Erklärung.

Gerade beim Thema Zyklus und Hormone finde ich diese Unterscheidung jedoch sehr wichtig.

Nach Schwangerschaft und Geburt wieder in die eigene Kraft finden*

Nach einer Geburt richtet sich verständlicherweise unglaublich viel Aufmerksamkeit auf das Kind.

Gleichzeitig verändert sich der eigene Körper.

Im Kundalini Yoga können Übungen für den Beckenboden und Mulbandh (Mula Bandha) dabei helfen, diesen Bereich wieder bewusst wahrzunehmen.

Energetisch geht es für mich dabei nicht darum, möglichst schnell wieder so zu werden wie vorher.

Es geht vielmehr um ein erneutes Sammeln:

Wo bin ich?

Wo ist meine Energie?

Wie fühlt sich mein Kraft Zentrum jetzt an?

Gerade für Frauen, die neben ihrer Fürsorge für andere wieder stärker mit ihrer eigenen Präsenz, Arbeit, Kreativität oder Führungsqualität in die Welt treten möchten, kann diese Frage sehr wertvoll sein.

*Für Mütter: wenn du unsicher bist oder Besonderheiten erlebt hast praktiziere bitte nicht einfach blind. Nach einer Entbindung musst du langsam und schrittweise vorgehen!

Wie kannst man das Nabelzentrum einfach aktivieren?

Du brauchst dafür keinen perfekten spirituellen Zustand.

Beginne körperlich und atme erstmal.

Bewege dich wenn du die Zeit dafür findest und praktiziere vielleicht auch mal Kundalini Yoga.

Arbeite mit deinem Bauch und deinem Beckenboden.

Beobachte deine Haltung.

Und vor allem: Spüre anschließend, was sich verändert hat.

Energiearbeit beginnt nicht damit, etwas glauben zu müssen. Sie kann damit beginnen, die eigene Wahrnehmung feiner werden zu lassen.

Wie fühlt sich dein Körper vorher an? Wie danach?

Wie verändert sich deine Präsenz?

Und wie verändert sich dein Verhältnis zu dir selbst?

Energiearbeit und Kundalini Yoga gehören für mich zusammen

Seit vielen Jahren verbinde ich in meiner Arbeit Kundalini Yoga, Energiearbeit, Chakrenarbeit und Bewusstseinsarbeit.

In meinen Stunden, Workshops und meiner Kundalini Yoga Ausbildung in Berlin verbinde ich Kundalini Yoga mit Energiearbeit, Meditation und Bewusstseinsarbeit.

Denn für mich greifen diese Bereiche ineinander.

Der Körper beeinflusst unsere Energie.

Unsere Energie beeinflusst unsere Wahrnehmung.

Unsere Wahrnehmung beeinflusst, wie wir handeln.

Und unsere Bewusstheit entscheidet darüber, wie wir mit dieser Energie umgehen.

Das Nabelzentrum ist deshalb weit mehr als ein interessantes spirituelles Konzept.

Es ist eine Einladung, wieder im eigenen Körper anzukommen und sich zu fragen:

Wie viel von meiner eigenen Kraft nehme ich eigentlich wahr?

Vielleicht beginnst du heute einfach mit einem tiefen Atemzug in deinen Bauch.

Und beobachtest, was passiert.

Kundalini Yoga und Energiearbeit in Berlin


Wenn du das Nabelzentrum nicht nur theoretisch kennenlernen, sondern Kundalini Yoga und Energiearbeit praktisch erfahren möchtest, kannst du mit mir auch vor Ort in meinem Yogastudio in Berlin-Kreuzberg arbeiten. In meinen Stunden, Workshops und Ausbildungen verbinde ich Kundalini Yoga mit Energiearbeit, Meditation und Bewusstseinsarbeit.

Du willst mehr von solch spannenden Artikeln im Postfach ? Melde dich in unseren Newsletter an.

Nach oben scrollen